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Nachteilsausgleiche / „Sonderanträge“ bei der Zulassung

Für die Bewerbung und Zulassung an Hochschulen ist es wichtig sich auf den Internetseiten der jeweiligen Institution, frühzeitig vorab zu informieren. Die Zulassungsanträge und Formalitäten (Bewerbungsfristen, Vorpraktika etc.) können nämlich von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich sein.

Bei der Zulassung zum Studium gibt es folgende vier Nachteilsausgleiche, oder auch z.T. „Sonderanträge“ genannt, die für verschiedene Situationen angedacht sind.

 

1. Der Härtefallantrag

Ein zugelassener Härtefall berechtigt eine Bewerberin / einen Bewerber, sofort zum nächsten Starttermin das Studium zu beginnen, ohne dass ein Numerus Clausus (NC) bzw. andere Zulassungskriterien erfüllt sein müssen.

Dieser Antrag ist für Menschen in schwerwiegenden Ausnahmesituationen gedacht. Hierzu zählen nicht nur Studieninteressierte mit einer (nicht-)sichtbaren Behinderung und  / oder chronischen Erkrankung, sondern auch Zweitstudienplatzbewerber_innen oder Spitzensportler_innen.  Es wird pro Bewerbungsverfahren nur eine bestimmte Quote an Härtefällen genehmigt. An den meisten Hochschulen und bei hochschulstart.de liegt diese bei 2 bis 5 Prozent der verfügbaren Studienplätze.

Härtefallanträge werden sehr streng überprüft. Der Nachweis einer (Schwer-) Behinderung alleine reicht hierbei nicht aus, um zugelassen zu werden.

In einem formlosen Schreiben bzw. einer persönlichen Stellungnahme muss die Bewerberin / der Bewerber begründen, warum sie / er sofort zum Studium zugelassen werden MUSS und warum ein Warten für sie / ihn eine unzumutbare Härte bedeutet. Auf hochschulstart.de gibt es weitere Informationen sowie einige Beispiele wie ein Härtefall begründet werden kann.

Der Härtefallantrag muss zusätzlich in einem fachärztlichen Gutachten belegen, dass aufgrund einer (nicht-)sichtbaren Behinderung und / oder einer chronischen Erkrankung ein Studium sofort aufgenommen werden MUSS, da die Wartezeit nicht sinnvoll überbrückt werden kann und / oder eine Tendenz zur Verschlimmerung der Krankheit vorliegt und / oder das Berufsfeld sehr stark eingeschränkt ist. Diese drei Aspekte müssen ebenfalls in der, oben benannten, individuellen Stellungnahme aus der eigenen Sichtweise ebenfalls aufgeführt bzw. erörtert werden.  

 

2. Nachteilsausgleich zur Verbesserung der Durchschnittsnote

Mit diesem Antrag lässt sich unter bestimmten Umständen die Durchschnittsnote des Schulabschlusszeugnisses bzw. die Abi-Note der / des Studieninteressierten mit (nicht-)sichtbarer Behinderung und / oder chronischer Erkrankung dahingehend verbessern, um nach Möglichkeit den benötigten NC zu erreichen.

Dieser Antrag kann dann gestellt werden, wenn während der Qualifizierungsphase für das Abitur, eine längere Erkrankung der / des Betroffenen den Schulbesuch verhindert hat oder durch fehlende Nachteilsausgleiche der Schulbesuch erschwert wurde. Die Noten müssen dadurch nachweislich schlechter ausgefallen sein. Dieser Antrag muss durch ein Gutachten der Schule sowie den Unterlagen (z. B. Schulzeugnisse, ärztliche Dokumente), auf welches sich dieses stützt, belegt werden.

 

3. Nachteilsausgleich zur Verbesserung der Wartezeit

Dieser Antrag kann gestellt werden, wenn aufgrund einer (nicht-)sichtbaren Behinderung und / oder chronischen Erkrankung mehr Zeit für den Schulabschluss benötigt wurde. Gründe hierfür können beispielsweise längere Krankenhausaufenthalte (durch die ein Schuljahr verloren wurde), die krankheits- / behinderungsbedingte Wiederholung einer Klasse oder ein notwendiger Schulwechsel sein. Hier werden als Nachweis die Unterlagen der Schule, der Ärztin / des Arztes oder des Krankenhauses benötigt.

 

4. Antrag auf Berücksichtigung des ersten Studienortwunsches

Dieser Antrag kann nur bei einer Zulassung über die zentrale Studienplatzvergabe „hochschulstart.de“ in Anspruch genommen werden. Das liegt daran, dass diese bestimmte Studiengänge für ganz Deutschland zentral vergibt. Mithilfe dieses Sonderantrags können hierbei Ortswünsche von Studieninteressierten mit einer (nicht-)sichtbaren Behinderung und / oder chronischen Erkrankung berücksichtigt werden. Notwendig hierfür ist lediglich die Vorlage eines (Schwer-)Behindertenausweises (von mind. 50 Prozent).

Derzeit werden die Studiengänge Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie über hochschulstart.de vergeben. Andere Fächer können ebenfalls hierüber vergeben werden (siehe Hochschulzulassung ). Die betroffenen Hochschulen müssen auf ihren Webseiten hierauf aufmerksam machen und direkt auf hochschulstart.de verweisen.

 

 

Weiterführende interne Links:

>> Definition „(nicht-)sichtbare Behinderung“

>> Situation von Studierenden mit (nicht-)sichtbaren Behinderung / chronischer Erkrankung

>> Umgang mit nicht-sichtbarer Behinderung / chronischer Erkrankung

>> Wo studieren?

>> Beratungsangebote: kombabb-Kompetenzzentrum NRW / Beratungsangebote an einer Hochschule / Beratungsangebote außerhalb einer Hochschule

>> zur Datenbank der Hochschulen in NRW

 

Weiterführende externe Links:

>> hochschulstart.de 

>> Link zur Broschüre „Zulassungschancen können verbessert werden" von hoschulstart.de

>> DSW: Härtefallantrag im Zulassungsverfahren

 



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