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Definition „(nicht-)sichtbare Behinderung“

Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema „Behinderung“ fällt schnell auf, dass es nicht „DIE Behinderung und / oder chronische Erkrankung“ gibt. Stattdessen sind verschiedene Formen zu unterscheiden, wozu auch die Einteilung in „sichtbar" und „nicht-sichtbar“ gehört.

 

Die gesetzliche (§ 2 Absatz 1 SGB IX) Definition (2001) von „Behinderung“ lautet wie folgt: „Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.“

 

Hierzu ergänzend zählen nach der UN-Behindertenrechtskonvention (2006) zu der Gruppe der Personen mit Behinderungen Menschen, die langfristige körperliche, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche in Wechselwirkung stehen mit verschiedenen Barrieren, die sie bzgl. der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern. Demzufolge ist die Person nicht behindert, sondern sie WIRD behindert. 

 

Eine „Chronische Krankheit“ hingegen beschreibt, dem Deutschen Studentenwerk (2012) zufolge, länger andauernde Erkrankungen oder jene, die einen episodischen Verlauf aufzeigen. Hierzu zählen u.a. chronische Darmerkrankungen oder Epilepsie. Führen diese zu einer Beeinträchtigung der gesellschaftlichen Teilhabe, münden sie letztlich in die gesetzliche Bestimmung von „Behinderung“.     

 

Jedoch gibt es, wie bereits eingangs erwähnt, die Unterscheidung zwischen der „sichtbaren“ und der „nicht-sichtbaren“ Behinderung und / oder chronischen

 

Erkrankung. Der Begriff „nicht-sichtbar“ bezeichnet hierbei „nicht-erkennbare“ bzw. „nicht-wahrnehmbare“ Behinderungen und / oder chronische Erkrankungen, wie z.B. Diabetes, Epilepsie, das Asperger-Syndrom oder eine psychische Erkrankung sowie Studierende mit rheumatischen oder Tumorerkrankungen, mit einer Stoffwechselstörung, chronischen Magen-Darm-Erkrankung, Teilleistungsstörungen (Legasthenie oder Dyskalkulie) oder Schmerz- und Dialysepatienten. Diese Aufzählung könnte noch fortgesetzt werden, worauf aber an dieser Stelle verzichtet wird. 

 

Diese Erkrankungen unterscheiden sich ihrerseits von den sog. „klassischen“ bzw. bekannten Behinderungsarten wie beispielsweise die Gehbehinderung, Sehbehinderung, Blindheit, Gehörlosigkeit oder Schwerhörigkeit.

 

Egal, ob die / der Studierende eine sichtbare oder nicht-sichtbare Behinderung und / oder chronische Erkrankung hat: Es besteht ein Anrecht auf Nachteilsausgleiche sowie weitere Unterstützungsangebote im Studium!! Sicherlich stellt sich in diesem Zusammenhang bei Studierenden mit einer nicht-sichtbaren Behinderung und / oder chronischen Erkrankung die Frage nach dem sog. „Outing“ (siehe auch Umgang mit nicht-sichtbarer Behinderung / chronischer Erkrankung). 

 

 

Weiterführende interne Links:

>> Situation von Studierenden mit (nicht-)sichtbaren Behinderung / chronischer Erkrankung

>> Umgang mit nicht-sichtbarer Behinderung / chronischer Erkrankung

>> Nachteilsausgleiche / „Sonderanträge“ bei der Zulassung 

>> Nachteilsausgleiche im Studium

>> Behinderungsbedingter Mehrbedarf / Eingliederungshilfe

>> Beratungsangebote: kombabb-Kompetenzzentrum NRW / Beratungsangebote an einer Hochschule / Beratungsangebote außerhalb einer Hochschule

 

Weiterführende externe Links:

>> DSW: Behinderung – gesetzliche Definitionen

>> DSW: Studieren mit Behinderung – gehöre ich dazu?

 

 



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